Kultur und Wissen

Thomas A. Fischer

Mediengewalt in der Lebenswelt Jugendlicher

Eine Analyse von Wahrnehmungen, Deutungen und Bewertungen fiktionaler Gewalt vor dem Hintergrund eines interaktionalen Modells der Medien(gewalt)rezeption im Jugendalter

Die Nutzung gewalthaltiger Medien durch Jugendliche ist immer wieder Gegenstand medial-öffentlicher und fachlicher Diskussionen. Oftmals fokussiert auf eine rein aggressions- und wirkungszentrierte Fragestellung bleiben diese Thematisierungen jedoch nicht selten einem reduktionistischen Problemverständnis verhaftet und berücksichtigen kaum die Bedingungen und Zusammenhänge der Rezeption von Mediengewalt durch Jugendliche.
Grundlegend für die vorliegende Arbeit ist das Verständnis von Medienrezeption als Interaktion zwischen Medieninhalt und Rezipient. Basis hierfür – und gleichsam eine Kontrastierung zu reduktionistischen Vorstellungen von Medienrezeption und -wirkung – ist der aktive Rezipient, der sich mit den in den Medieninhalten immanenten Botschaften vor dem Hintergrund der eigenen lebensweltlichen Erfahrungen auseinandersetzt und Deutungen wie auch Bedeutung(en) schafft. Die Nutzung von gewalthaltigen Medien steht dabei – wie die Nutzung jeglicher Medien – unter alltäglichen und kulturellen, individuellen und sozialen sowie biographischen und aktuellen Deutungszusammenhängen der Jugendlichen.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, vor dem Hintergrund einer solchen handlungs- und subjekttheoretischen Rahmung, eine sowohl die strukturellen als auch prozessualen Elemente umfassende Perspektive auf die Rezeption gewalthaltiger Medieninhalte durch Jugendliche theoretisch zu entwickeln und empirisch zu fundieren. Im Rahmen der empirischen Analyse kombiniert der Autor das Verfahren der Filmanalyse (als Produkt- und Kontextanalyse) mit einer Rezeptionsanalyse, bestehend aus Gruppendiskussionen sowie Einzelinterviews. Im Fokus stehen hierbei die Wahrnehmungen, Deutungen und Bewertungen fiktionaler Gewalt durch jugendliche Rezipienten in ihren je spezifischen lebensweltlichen Bezügen, wodurch nicht zuletzt auch mögliche funktionale (sozialadäquate und entwicklungsfördernde) und dysfunktionale (sozialschädliche und entwicklungsbeeinträchtigende) Aspekte der Rezeption von Mediengewalt herausgearbeitet werden können.

508 Seiten, 34,00 Euro, 978-3-939556-70-1 – Versandkostenfrei bestellen

Jan Niklas Meier

 Wir und die Anderen – Kannibalismus und Transgression

Kannibalismus und europäische Kultur sind sich nicht so  fremd, wie ein vorschneller Schluss vielleicht suggerieren mag. Ist der Verzehr von Menschenfleisch auch seit dem frühen Mittelalter, einhergehend mit der großflächigen Verbreitung des Christentums, tabuisiert, wird der Kannibalismus doch nach wie vor thematisiert. Hierbei kann er symbolisch als Marker für das Verbotene dienen, er kann aber ebenso sexuelle Wunschvorstellung oder die Sehnsucht nach der Nähe einer geliebten Person sein. In der Popkultur dient er schließlich als Metapher – zum Beispiel für Konsumkritik. Der Kannibale ist das ausgeschlossene Andere, und dennoch immer präsent. Er verweist auf gesellschaftliche Ängste und den uns allen innewohnenden Drang zum Tabubruch gleichermaßen. Der vorliegende Band unternimmt den Versuch, die vielfältigen Erscheinungsformen des Kannibalismus zu beschreiben und aus verschiedenen Perspektiven heraus Erklärungsansätze des Phänomens zu liefern.

80 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-939556-65-7 – Versandkostenfrei bestellen

 

Oliver Bidlo

Vom Flurfunk zum Scrollbalken. Mediatisierungsprozesse bei der Polizei

Der zeitlich und räumlich fast fortwährend mögliche Zugriff auf digitale Medien sowie der Zugriff über sie auf ein gemeinschaftliches Netzwerk, mithin der Prozess der latenten und manifesten Durchdringung des Alltags durch Medientechnologien, führt zu einer Reihe von Veränderungen. Die Prozesse der Mediatisierung und Technisierung stoßen neue gesellschaftliche Praktiken an, sind aber zugleich wichtig für die Konstitution von Bedeutung und Sinn innerhalb einer Organisation sowie der gesamten Gesellschaft. Der Einzug digitaler Medientechnologie sowie der darüber genutzten Software in der Organisation Polizei führt nun, so die daran anschließende These, zu sichtbaren und unsichtbaren Veränderungen. Über eine hermeneutische Analyse vorhandener Daten werden im vorliegenden Band diese Veränderungen sichtbar gemacht und eine darauf bezogene Binnenperspektive der Polizei rekonstruiert.

136 Seiten, 15,00 Euro, 978-3-939556-64-0 – Versandkostenfrei bestellen

 

Oliver Bidlo

Schriften zum Theater

Der Band umfasst die Aufsätze des Autors, die in 11 Jahren Thepakos veröffentlicht wurden sowie einen noch unveröffentlichten Aufsatz.
Aufsätze:
• Theater des Lebens
• Denken in Modulen – Ästhetik, Kreativität und das Neue (unveröf.)
• Die Kunstform des Schauspielers – Zu Georg Simmels Zur Philosophie des Schauspielers
• Friedrich Schiller Der Verbrecher aus verlorener Ehre 
 Philosophische und soziologische Implikationen
• Alles Theater? Zum Verhältnis von Theater und Gesellschaft
• Ästhetische Erfahrung
• Commedia dell’arte – Ein Kurzüberblick über ihre Eigenarten
• Zum Verhältnis von Authentizität und Theatralität
• Das Leben ist ein Spiel. Anmerkungen zu einem Begriff der (Post-)Moderne
• Theater und Therapie
• Die Wanderbühne – Eine Kurzdarstellung
• Fragment einer ästhetischen Erziehung
• Theater und Medien
• Eine kurze Geschichte des Hofnarren. Das Lachen als Demaskierung gesellschaftlicher und politischer Zustände
• Kleine Soziologie der Emotionen im Theater
• Vorüberlegungen zur Grundlegung einer Theatersoziologie
• Heine – Werther – Goethe. Von der Missachtung und Kritik zu einem poetischen Leben

184 Seiten, 14,50 Euro, 978-3-939556-52-7 – Versandkostenfrei bestellen

 

Erich Steitz, Manfred Müller, Winfried Anslinger

Evolution oder Schöpfung?

Die Evolutionsforschung trifft ihre Aussagen in einer Welt von Hypothesen und Fakten, die Theologie in einer Welt von Deutungen. Wissen und Glauben kennen keine Konkurrenz. Lässt sich ihr gegenseitiges Fremdsein aufheben? Die Welt erscheint als dynamisches System, dessen Grenzen wir nicht kennen. Auch Evolutionstheorien können ihre zukunftsoffenen Prozesse nicht vorhersagen. Ergeben ihre Entwicklungstendenzen einen Sinn? Eingebettet in objektive Vorgänge erscheinen subjektive Freiheitsgrade. Würfelt Gott nur oder hat er ein Konzept?
Was kann der Mensch beisteuern? Auf dem Weg „wohlgeprüfter Wahrheit” droht mancher Abgrund. Das ist kein Grund, ihn nicht zu beschreiten. Schließlich kennen wir Karte und Gebiet.

264 Seiten, 19,99 Euro, 978-3-939556-59-6 – Versandkostenfrei bestellen

 

Antje Tumat, Meinhard Saremba, Benedict Taylor (Hrsg.)

SullivanPerspektiven III

Arthur Sullivans Musiktheater, Kammermusik, Chor- und Orchesterwerke

Mit seinen Opern, Schauspielmusiken, Oratorien, Kantaten, Orchester-, Vokal- und Instrumentalwerken sowie seinem Engagement als Dirigent, Festspielleiter und Musikforscher gab Arthur Sullivan (1842-1900) dem britischen Musikleben entscheidende neue Impulse. Die Deutsche Sullivan-Gesellschaft e. V. bietet mit diesem Sammelband über den bedeutendsten englischen Komponisten des 19. Jahrhunderts Beiträge zur internationalen Sullivan-Forschung in deutscher und englischer Sprache. Die Essays erkunden weitgehend kaum untersuchte Aspekte von Sullivans Lebenswerk und vermitteln neue Perspektiven.
With his operas, incidental music, oratorios, cantatas, orchestral, vocal and instrumental works as well as through his achievements as a conductor, festival director, and musicologist, Arthur Sullivan (1842-1900) gave Britain’s musical life a new impetus. With this collection of essays on the most important 19th-century English composer the German Sullivan Society offers fresh contributions in German and English to international Sullivan research. The essays explore largely uncovered ground concerning Sullivan’s œuvre and offer new perspectives on his music. 

Mit Beiträgen von / With contributions by:
Maximilian Burgdörfer, Florian Csizmadia, Sarah-Lisa Beier, Erik Dremel, James Brooks Kuykendall, William Parry, Jana Poljanovskaja, Meinhard Saremba, Paul Seeley, Richard Silverman, Benedict Taylor, Selwyn Tillett, Martin Wright und Martin T. Yates.

428 Seiten, 29,99 Euro, 978-3-939556-58-9 – Versandkostenfrei bestellen

 

Christian R. Schmidt

Theaterprojekte praktisch anleiten

Teilziele und ihre Zusammenhänge bei der Erarbeitung eines Theaterstückes mit nichtprofessionellen Schauspielern
Ein Beitrag zur theaterpädagogischen Didaktik

Das Buch gibt einen Überblick über den Facettenreichtum theaterpädagogischer Arbeit und bietet eine Vielzahl von  praktischen Hinweisen. Die 37 Beispielübungen dienen der praktischen Anwendung in der eigenen Arbeit und zur Veranschaulichung. 
Wer ein Theaterprojekt praktisch anleitet, der verfolgt bestimmte Teilziele (wie zum Beispiel die Zusammenarbeit der Gruppe zu verbessern). Solche Teilziele – so die Perspektive des Buches – ergeben sich auch aus den Eigenschaften des Mediums Theater. Die Struktur eines Theaterprojektes wird hier als ein Netz aufeinander aufbauender Teilziele und ihrer Zusammenhänge verstanden und beschrieben. 
Einsteigern hilft das Buch, sich ein praktisches  Methodenrepertoire zu erarbeiten und ein Theaterprojekt darüber didaktisch aufzubauen.  Erfahrenen Theaterpädagogen bietet das Buch eine Reflexionsfläche für die eigene Arbeit. 

108 Seiten, 11,00 Euro, 978-3-939556-51-0 – Versandkostenfrei bestellen

 

Gerald D. Griffin und Pam Umann  

Der letzte Wintertag
Geheimnisse aus den Jahreszeiten des Sterbens

Dieses Buch wendet sich an Angehörige und Pflegende sterbender Menschen sowie an die Betroffenen selbst und begleitet die Leser durch die Jahreszeiten des Sterbeprozesses – von der Diagnose (im September) bis zum endgültig letzten Atemzug (am 19. März). Manchmal sehr poetisch, oft sachlich, immer aber verständlich und in aller Deutlichkeit beschreiben die Autoren, welche Bedürfnisse sowohl die Schwerstkranken als auch ihre Pflegenden haben und geben Antworten auf Fragen, die sich im Laufe des Sterbeprozesses stellen. Sie vermitteln einfühlsam und gleichzeitig anschaulich, welche gesundheitlichen, körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen ein sterbender Mensch erlebt und welche Hindernisse Patienten und Pflegende auf ihrem Weg überwinden müssen. Sehr persönliche Geschichten, die von Triumph, Isolation, Angst und Trauer erzählen, bieten Rückhalt und Verständnis und zeigen, dass die Leser auf ihrer Reise nicht allein sind. 
Jerry Griffin, MD, PharmD, hat lange Jahre als Notfallmediziner (in verschiedenen Krankenhäusern in der Notaufnahme) gearbeitet und war zuletzt als medizinischer Leiter eines Hospizes tätig. Er lebt in Kalifornien. Pam Umann, Sozialarbeiterin im medizinischen Bereich, ist auf Behandlung von Patienten mit unheilbaren Erkrankungen spezialisiert. Sie war in Akutpflege-Krankenhäusern, in privaten Pflegediensten und in Hospizagenturen tätig. Auch sie lebt in Kalifornien.

236 Seiten, 16,90 Euro, 978-3-939556-49-7 – Versandkostenfrei bestellen

 

Ronald Hitzler, Simone Kreher, Angelika Poferl, Norbert Schröer (Hrsg.)

Old School – New School?

Zur Frage der Optimierung ethnographischer Datengenerierung

Dass man sich in einem plausiblen Sinne im jeweiligen Forschungsfeld einlassen muss auf unerwartete Erfahrungen, dass man bereit sein muss, sich verwirren zu lassen, Schocks zu erleben, eigene Moralvorstellungen (vorübergehend) auszuklammern, Vor-Urteile zu erkennen und aufzugeben, kurz: dass man eine maximale Bereitschaft haben muss, das, was Menschen tun, die man aufsucht und mit denen man als forschende Person Umgang hat bzw. haben will, so zu verstehen, wie diese anderen Menschen es meinen, ist eine Haltung, die Ethnographie betreibende Personen weitgehend teilen. Bei den hier versammelten Beiträgen der 5. Fuldaer Feldarbeitstage wurden – fokussiert auf die Frage nach Differenzen von Old School und New School – Methodenentwicklungen in ethnographischen Ansätzen reflektiert und ineinandergreifende und alternierende Anwendungen einschlägiger Erhebungs- und Auswertungsverfahren in Relation zueinander auf ihre Möglichkeiten und Grenzen hin diskutiert.

493 Seiten, 33,99 Euro, 978-3-939556-55-8 – Versandkostenfrei bestellen

 

Angelika Poferl, Jo Reichertz (Hrsg.)

Wege ins Feld

Methodologische Aspekte des Feldzugangs

Vor jeder Forschung im Feld steht erst einmal der Zugang zum Feld. Aber der Feldzugang ist nicht nur ein Problem, das praktisch gelöst und später reflektiert werden muss, sondern er eröffnet gerade in der sozialwissenschaftlichen Forschung auch eine große Chance, etwas Wichtiges über die Besonderheiten des Feldes zu erfahren – wird doch in der Logik der Zugangswege zum Feld vieles von der Logik des Feldes sichtbar. In dem vorliegenden Band werden einerseits praktische, methodische und ethische Fragen des Feldzugangs diskutiert, andererseits wird aber auch gezeigt, wie der Feldzugang bereits für die Analyse des Feldes genutzt werden kann.

404 Seiten, 33,99 Euro, 978-3-939556-47-3 – Versandkostenfrei bestellen

 

Vasileios E. Pantazis & Michael Stork

Ommasin allois

Festschrift für Professor Ioannis E. Theodoropoulos zum 65. Geburtstag

Mit Beiträgen von Hans Werner Ingensiep, Robert J. Kozljanic, Evangelos D. Protopapadakis, Anna Ch. Markopoulou, Sotirios Fournaros – PHILOSOPHISCHE ANTHROPOLOGIE 

Frank Tremmel, Georgios Steiris, Evangelos Manolas, Vassilis A. Pantazis                                        
KULTURANTHROPOLOGIE UND POLITISCHE ANTHROPOLOGIE 

Wolfgang Gantke, Konstantinos Delikostantis, Dirk Schinkel, Georgios Arabatzis, Sotiris Mitralexis
THEOLOGISCHE ANTHROPOLOGIE 

Harald Seubert, Theodoros Papakonstantinou, Christos Terezis & Marilena Tsakoumaki, Alexandros-Stamatios Antoniou, Gisela Miller-Kipp, Christoph Wulf
PÄDAGOGISCHE ANTHROPOLOGIE

Der Jubilar 
Ioannis E. Theodoropoulos, geb. 1949 in Griechenland. Doktor der Universität Tübingen, Professor i. R. für Pädagogik, zuletzt an der A.S.PAI.T.E. Patras, Griechenland. Diente als Schulrat der Sekundarstufe für griechischsprachige Schulen in Deutschland, als Assistant Professor und Associate Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität von Kreta. Forschungsschwerpunkt: Philosophische Pädagogik. Gründer und Leiter der wissenschaftlichen Viermonatsschrift Paidagogikos Logos. Verfasser vieler wissenschaftlicher Bücher und Beiträge in griechischer und deutscher Sprache. Übersetzte Schriften u.a. von Helmuth Plessner, Otto Friedrich Bollnow und Friedrich Kümmel ins Griechische.

416 Seiten, 49,99 Euro, 978-3-939556-45-9 – Versandkostenfrei bestellen

 

Albert Gier, Meinhard, Saremba, Benedict Taylor (Hrsg.)

Sullivan Perspektiven II

Arthur Sulivans Bühnenwerke, Oratorien, Schauspielmusik und Lieder

Mit seinen Liedern, Orchesterwerken, Kantaten, Oratorien, Schauspielmusiken und Opern sowie seinem Engagement als Dirigent, Festspielleiter und Musikforscher gab Arthur Sullivan (1842-1900) dem britischen Musikleben entscheidende neue Impulse.

Die Deutsche Sullivan-Gesellschaft e. V. bietet mit diesem Sammelband über den bedeutendsten englischen Komponisten des 19. Jahrhunderts Beiträge in deutscher und englischer Sprache zur internationalen Sullivan-Forschung. Die Essays erkunden weitgehend kaum untersuchte Aspekte von Sullivans Lebenswerk und vermitteln neue Perspektiven. 

With his songs, orchestral works, cantatas, oratorios, incidental music and operas as well as through his achievements as conductor, festival director and musicologist, Arthur Sullivan (1842-1900) gave Britain’s musical life a new impetus. With this collection of essays on the most important 19th-century English composer the German Sullivan Society offers fresh contributions in German and English to international Sullivan research. The essays explore largely uncovered ground concerning Sullivan’s oeuvre and offer new perspectives on his music.

Mit Beiträgen von / With contributions by:

Florian Csizmadia, David Eden, Albert Gier, James Brooks Kuykendall, David Mackie, Meinhard Saremba, Richard Silverman, Sarah Spiegel, Benedict Taylor, Selwyn Tillett, Daniel Townsend, Antje Tumat und Martin T. Yates.

412 Seiten, 31 Euro, ISBN 978-3-939556-42-8 – Versandkostenfrei bestellen

 

Patrick Peters

Männer aus dem Hain

Studien zur Männlichkeitskonstruktion in der Lyrik der Göttinger Hainbündler

Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin entwickeln sich in der deutschen Literatur durch die Verschärfung der Geschlechterdifferenz neue Perspektiven auf Männlichkeit, und die Konstruktion von Geschlecht nimmt in literarischen und theoretischen Texten mehr und mehr Raum ein. Dies gilt in besonderem Umfang für die Lyrik der Göttinger Hainbündler, einer vorrangig deutsch-national gesinnten Gruppe von Dichtern im Umfeld der Göttinger Universität zwischen 1772 und 1775, die Männlichkeit qualitativ und quantitativ als Dichtungsmerkmal einsetzt.Die Arbeit untersucht die Männlichkeitskonstruktion und -inszenierung in den verschiedenen Diskursen der Hainbündler (Vaterland, Kunst, Freundschaft, Liebe und Erotik), erschließt die verschiedenen ‚Typen’ von Männlichkeit, die in der Lyrik der Göttinger entworfen werden, und setzt diese Erkenntnisse in Beziehung zur Männlichkeitstheorie, Anthropologie und zeitlich benachbarten literarischen Texten, um die Ergebnisse somit in einen größeren Kontext einordnen zu können. Besonderes Interesse gilt auch einer allgemeingültigen Einführung in Struktur, Denken und Werk der Gruppe. Der Arbeit zugrunde gelegt ist das umfangreiche Corpus der Göttinger Hainbündler, das bisher wissenschaftlich kaum erschlossen ist.

408 Seiten, 35,99 Euro, ISBN 978-3-939556-41-1 – Versandkostenfrei bestellen

 

Anja Ohmer, Hans Kiefer

Das deutsche Hörspiel

Vom Funkdrama zur Klangkunst

Der Stellenwert von Wort- und Klang hat sich im Laufe der rund 90-jährigen Geschichte des Hörspiels in Deutschland mehrfach verschoben. Das Hörspiel integriert von Beginn an neben Worten auch Geräusche und Musik. Abgesehen von den erfolgreichen Audio Books, in denen nach wie vor klassische Erzählstrukturen dominieren, hat sich das Hörspiel im 21. Jahrhundert zu einer Kunstform entwickelt, in der Worte anscheinend verzichtbar geworden sind. Doch wird tatsächlich auf sie verzichtet oder hat sich nur ihre Funktion gewandelt?Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, wird zunächst die Geschichte des Hörspiels kurz nachgezeichnet und werden danach exemplarische Hörspiele zwischen 2000 und 2009 betrachtet. Nach dem kurzen historischen Abriss wird anhand der ausgewählten Hörspiele, die alle mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet wurden, untersucht, ob sich hinsichtlich der Verwendung von Worten ein Trend erkennen lässt und das Hörspiel zu einer in dieser Hinsicht divergierenden Kunstform wird und mittlerweile mehr Klangkunst ist.

176 Seiten, 19,90 Euro, 978-3-939556-40-4 – Versandkostenfrei bestellen

 

Sarah Lubjuhn

The Bait must be Attractive to the Fish and not to the Fisherman

In communication sciences partnerships between entertainment media professionals and sustainability organizations conveying prosocial messages are called ‘Entertainment-Education (E-E) collaborations’. Whereas comprehensive research
takes place in countries such as the Netherlands and the US, the field is a terra incognita in Germany. Even though German E-E collaborations are designed and implemented they still are unusual experiments. The qualitative study presents first results on characteristics, conditions and forms of E-E collaborations in Germany’s television field since the 1990s. It reveals various factors leading to a highly complex situation for the collaborating partners. One central factor is the media legislation, which does not provide a clear orientation standard for the partners. Another one is the public acceptance of E-E collaborations. Some forms are accepted while others are not. Hence, for German television formats, forms with a low to medium level of collaboration (E-E service and E-E license partnerships) should be preferred in contrast to high level collaboration forms (E-E co-productions and E-E inscript participations).

373 Seiten, 34,00 Euro, 978-3-939556-35-0 – Versandkostenfrei bestellen

 

Norbert Schröer, Volker Hinnenkamp, Simone Kreher, Angelika Poferl (Hrsg.) 

Lebenswelt und Ethnographie

Mit Beiträgen von:

Thomas Beer, Thorsten Benkel, Richard Bettmann, Tobias Boll, Heinrich Bollinger, Achim Brosziewski, Thomas Samuel Eberle, Paul Eisewicht, Verena Foth, Tilo Grenz, Henny Annette Grewe, René Gründer, Ansgar Herkenrath, Maud Hietzge, Volker Hinnenkamp, Ronald Hitzler, Anne Honer, Christine Keller, Hubert Knoblauch, Simone Kreher, Alexa Maria Kunz, Gudrun Lachenmann, Ulrich Leifeld, Andrea Leipold, Diana Lengersdorf, Beate Littig, Christoph Maeder, Eva Marr, Frank Mücher, Werner Nothdurft, Berthold Oelze, Michaela Pfadenhauer, Angelika Poferl, Verena Rebitzke Eberle, Bernd Rebstein, Jo Reichertz, Elisabeth Schilling, Werner Schneider, Bernt Schnettler, Norbert Schröer, Anandita Sharma, Hans-Georg Soeffner, Johanna Trautner, Lisa Zens, Dariuš Zifonun, Almut Zwengel

Die 3. Fuldaer Feldarbeitstage standen ganz im Zeichen der von Anne Honer entwickelten Lebensweltanalytischen Ethnographie. Anne Honer hat die Lebensweltanalytische Ethnographie als einen Forschungsansatz im Rahmen der Hermeneutischen Wissenssoziologie etabliert. Ihr Konzept versteht sich als Antwort auf die Frage, mit welchen Verfahren, besser: aus welcher Haltung heraus die Sozialforscherin ihren Forschungsgegenstand möglichst adäquat erfassen und das heißt, eine Binnenperspektive einnehmen kann. Mit ihrer Forderung einer existentiellen Mitgliedschaft erinnert sie die stärker beobachtend verfahrende Ethnographie an die für die soziale Wirklichkeit konstitutive Leistung von subjektiven Sinnsetzungsprozessen. Zugleich hält sie den stärker auswertungsorientierten hermeneutischen Sozialwissenschaftlerinnen die Bedingungen einer adäquaten Rekonstruktion der subjektiven Sinnsetzungsprozesse bei der verstehenden Textanalyse vor. Am 30. März 2011 beging Anne Honer ihren 60. Geburtstag. Die Fachbereiche „Sozial- und Kulturwissenschaften“ und „Pflege und Gesundheit“ der Hochschule Fulda sowie die Sektionen „Wissenssoziologie“ und „Professionssoziologie“ in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie haben im Juni zu Ehren von Anne Honer die Ausrichtung der von ihr ins Leben gerufenen „Fuldaer Feldarbeitstage“ übernommen. In dreiunddreißig Vorträgen wurden zentrale Fragen der sozialwissenschaftlichen Ethnographie mit engerem oder weiterem Bezug zur Lebensweltanalytischen Ethnographie erörtert. Die Herausgeber des vorliegenden Bandes haben es übernommen, diese für die sozialwissenschaftliche Ethnographie ungemein anregende und facettenreiche Tagung zu dokumentieren.

492 Seiten, 33,99 Euro, 978-3-939556-33-6 – Versandkostenfrei bestellen

 

Albert Gier, Meinhard Saremba, Benedikt Taylor(Hrsg.)

SullivanPerspektiven

Arthur Sullivans Opern, Kantaten, Orchester- und Sakralmusik

Mit seinen Liedern, Orchesterwerken, Kantaten, Oratorien und Opern sowie seinem Engagement als Dirigent, Festspielleiter und Musikforscher gab Arthur Sullivan (1842-1900) dem britischen Musikleben entscheidende neue Impulse. Die Deutsche Sullivan-Gesellschaft e. V. bietet mit diesem Sammelband über den bedeutendsten englischen Komponisten des 19. Jahrhunderts Beiträge in deutscher und englischer Sprache zur internationalen Sullivan-Forschung. Die Essays erkunden weitgehend kaum untersuchte Aspekte von Sullivans Lebenswerk und vermitteln neue Perspektiven.

370 Seiten, 28 Euro, 9783939556299 – Versandkostenfrei bestellen

 

Wolfgang Herbert

Buddha, Zen und Achtsamkeit

Eine kurze Geschichte des Buddhismus im deutschen Sprachraum

Seit in der Neuzeit die Lehre des Buddha im Horizont deutschsprachiger Denker auftauchte, wurde sie mit diversen, rezeptionsgeschichtlich prägenden Etiketten gekennzeichnet: Pietismus, Pessimismus, Pantheismus, Atheismus, Nihilismus, Pazifismus etc. Schopenhauer, die Theosophen, Indologen und Morgenlandfahrer sorgten dann für eine breitenwirksam werdende und genauere Kenntnisnahme buddhistischer Texte und Lehrinhalte. Die vorliegende Studie verfolgt die Entwicklungen von einer schöngeistigen zur praktisch-meditativen Beschäftigung mit dem Buddhismus im deutschen Sprachraum und schildert, wie sich dessen Bild dort gewandelt hat. Sie verortet seine Position auf dem heute freien Markt der Religionen, auf dem Zen-Meditation, tibetischer Tantra oder Achtsamkeitstraining neben vielem mehr im Angebot stehen. Nahezu alle buddhistischen Schulen sind mittlerweile mit zahllosen, durchwegs professionellen Gruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Multiperspektivisch wird überdies die Rezeption durch die Psychoanalyse, Philosophie und Religionswissenschaft beleuchtet und auf Kritik an Mode-, Wohlfühl- oder Lebensstil-Buddhismus verwiesen.

104 Seiten, 14 Euro, 978-3-939556-28-2 – Versandkostenfrei bestellen

 

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