Phantastik

Michael Kleu

Antikenrezeption in der Science Fiction

Auf den ersten Blick scheint kaum etwas weiter auseinanderzuliegen als die griechisch-römische Antike und die Science Fiction. Doch bei genauerer Betrachtung finden sich zahlreiche Berührungspunkte, die zeigen, dass die Science Fiction auf vielfache Weise immer wieder auf die antike Welt zurückgreift und somit oft auch eine Reise in die Vergangenheit darstellt.

Der vorliegende Sammelband will diese Berührungspunkte anhand ausgewählter Beispiele aus interdisziplinärer Perspektive aufzeigen und näher untersuchen. Dabei behandeln die jeweiligen Beiträge grundlegende Fragen zur Beziehung zwischen Science Fiction und Altertum oder konzentrieren sich auf einzelne Autoren wie Isaac Asimov, Robert A. Heinlein, H.P. Lovecraft und Tad Williams. Eine Untersuchung zur „Romanisierung Hollywoods“ bezieht schließlich auch den Film als Medium mit ein.

188 Seiten, 19,90 Euro, 978-3-939556-72-5, – Versandkostenfrei bestellen


 Jan Niklas Meier

 Wir und die Anderen – Kannibalismus und Transgression

Kannibalismus und europäische Kultur sind sich nicht so  fremd, wie ein vorschneller Schluss vielleicht suggerieren mag. Ist der Verzehr von Menschenfleisch auch seit dem frühen Mittelalter, einhergehend mit der großflächigen Verbreitung des Christentums, tabuisiert, wird der Kannibalismus doch nach wie vor thematisiert. Hierbei kann er symbolisch als Marker für das Verbotene dienen, er kann aber ebenso sexuelle Wunschvorstellung oder die Sehnsucht nach der Nähe einer geliebten Person sein. In der Popkultur dient er schließlich als Metapher – zum Beispiel für Konsumkritik. Der Kannibale ist das ausgeschlossene Andere, und dennoch immer präsent. Er verweist auf gesellschaftliche Ängste und den uns allen innewohnenden Drang zum Tabubruch gleichermaßen. Der vorliegende Band unternimmt den Versuch, die vielfältigen Erscheinungsformen des Kannibalismus zu beschreiben und aus verschiedenen Perspektiven heraus Erklärungsansätze des Phänomens zu liefern.

80 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-939556-65-7 – Versandkostenfrei bestellen


Auf der Shortlist des Deutschen Phantastik-Preises 2017

Julian Eilmann

J. R. R. Tolkien – Romantiker und Lyriker

Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.

In Joseph v. Eichendorffs (1788–1857) bekanntem Gedicht steckt der Kern der romantischen Weltanschauung: Ein transzendentes Geheimnis umgibt den Menschen und kann mithilfe der Poesie geweckt werden, wodurch die Welt wieder verzaubert wird. Die historische Epoche der Romantik lässt sich auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren, eine romantische Geisteshaltung findet sich jedoch auch bei zahlreichen Vertretern späterer Zeiten, so auch im Werk des britischen Schriftstellers J.R.R. Tolkien (1892-1973). 
Die Betrachtung Tolkiens als Romantiker stellt eine bisher wenig beachtete Lesart dar. Ausgehend von einer Definition der romantischen Geisteshaltung werden in der vorliegenden Arbeit die romantischen Motive in Tolkiens Fantastiktheorie („On Fairy-stories“) und seinem literarischen Werk aufgezeigt. Da sich Tolkiens romantischer Geist besonders in seiner bisher wenig geschätzten Lyrik spiegelt, werden seine Lieder und Gedichte ausführlich gewürdigt und interpretiert. 
Julian Eilmanns Studie stellt somit die erste umfassende Würdigung des Romantikers und Lyrikers Tolkien dar. Darüber hinaus werden die romantischen Motive in Klassikern der Fantasyliteratur wie George MacDonalds Phantastes (1858) oder Lord Dunsanys The King of Elfland’s Daughter (1924) untersucht, wodurch der Einfluss der Romantik auf die moderne Fantastik insgesamt deutlich wird. Tolkiens literarische Verteidigung der schöpferischen Fantasie und seine immense Popularität machen ihn zu einem der einflussreichsten Vertreter der romantischen Weltanschauung im 20. und 21. Jahrhundert.

528 Seiten, 29,99 Euro, 978-3-939556-53-4 – Versandkostenfrei bestellen

Auf der Shortlist des Deutschen Phantastik-Preises 2017


Jan Niklas Meier

Verwandlungen

Der Werwolf in der neueren deutschen Phantastik

Der Werwolf ist ein typisches Motiv der phantastischen Literatur. Während die Figur lange Zeit eine Darstellung als plumpe Bestie erfuhr, ist in neueren Werken des Genres eine Wendung hin zu einem geradezu sympathischen Wesen zu beobachten. Letztere Variante des Motivs findet sich bereits in mittelalterlichen Texten, so etwa von Marie de France, die erstgenannte, negative Konnotation wurzelt in frühneuzeitlichen Erscheinungsformen des Werwolfs. Die literarischen Ausformungen der Figur sind demnach deutlich historisch geprägt. Vorliegendes Werk zeichnet die Entwicklung des Werwolfs über verschiedene Epochen der europäischen Geschichte nach und zeigt dessen Einfluss auf die Phantastik exemplarisch anhand ausgewählter Texte von Christoph Hardebusch, Markus Heitz, Wolfgang Hohlbein sowie Nora Melling auf. 

Im Anhang wird darüber hinaus der Versuch unternommen, das umfangreiche Vorkommen des Werwolfs in der Populärkultur zu kategorisieren und tabellarisch darzustellen. Weiterhin wird der historische Überblick durch die ausführliche Quellendarstellung eines frühneuzeitlichen Gerichtsfalls ergänzt.

144 Seiten, 15,00 Euro, ISBN 978-3-939556-50-3 – Versandkostenfrei bestellen


Michael Niehaus

Macht/Phantasie

Eine Betrachtung zu J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe

J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe ist einer der wenigen Texte der Weltliteratur, die unbestreitbar zum Ausgangspunkt einer neuen Gattung geworden sind. Man hat sie bekanntlich Fantasy getauft. Was eine Gattung solchen Namens sein kann und unter welchen Voraussetzungen sie funktioniert, ist bislang nur wenig bedacht worden. Vor diesem Hintergrund vermag eine eingehende Betrachtung des Herrn der Ringe zu zeigen: Bestimmend für die Logik der Gattung Fantasy ist die komplexe Konjunktion, in die Macht und Phantasie auf verschiedenen Ebenen zueinander treten. Es geht um imaginäre – phantasierte – Macht, um Allmachtsphantasien, um die Reiche in einer phantasierten Anderswelt, aber auch um das Reich der Phantasie. Die Unterscheidung zwischen guter und böser Macht steht ebenso zur Disposition wie die Ausübung von Macht mit dem phantastischen Mittel der Magie. Desgleichen muss die Macht des Schöpfers zur Ohnmacht des Helden in Beziehung gesetzt werden. Und schließlich lässt sich die Frage nach phantasierten Orten oder Reichen jenseits von Macht aufwerfen.

140 Seiten, 15,00 Euro, 978-3-939556-44-2 – Versandkostenfrei bestellen


Oliver D. Bidlo

Sehnsucht nach Mittelerde?

Am Ende des Buches Der Herr der Ringe bleiben der Leser und die Leserin allein zurück. Man hat selbst eine lange Reise zurückgelegt, jedoch: Der Buchdeckel möchte noch nicht geschlossen werden. Ist nicht noch Zeit für ein kurzes Verweilen, für einen Augenblick? Schon oft wurden diese Eindrücke und Gefühle von Freunden der Tolkienliteratur beschrieben, nachdem sie die letzten Zeilen des Herrn der Ringe gelesen hatten. Nicht enden wollten sie an jener Stelle, diese Welt noch nicht verlassen. Wollte man ihnen Realitätsflucht vorwerfen? Sehnsucht nach Mittelerde? möchte den Spuren Tolkiens in die Romantik und zur phantastischen Literatur folgen. Es fragt nach Gründen für die Sehnsucht, die seine Literatur bei den Menschen hervorruft. Es ist ein Streben in uns Menschen, eine tiefe Sehnsucht, die uns vorantreibt und uns nach einer Realität suchen lässt, in der wir einen Sinn erkennen und in der wir uns nach diesem Sinn verhalten können. Erweiterte Ausgabe.Mit einem Vorwort von Julian Eilmann.

128 Seiten, 12,50 Euro, ISBN 978-3-939556-38-1 – Versandkostenfrei bestellen


Oliver D. Bidlo

Mythos Mittelerde

Über Hobbits, Helden und Geschichte in Tolkiens Welt

J.R.R. Tolkien hat mit seinem gewaltigen Epos viele Generationen von Lesern gefesselt. Die Komplexität und Schönheit Mittelerdes ruft bis heute bei einer Vielzahl von Menschen großes Interesse hervor. Taucht man ein in Tolkiens Werk, begegnet man einer vielgestaltigen Welt, die neben ihrem unterhaltenden Charakter auch allerlei Geheimnisse, Mythen und Rätsel verborgen hält, welche Tolkien in seine Texte hineingelegt hat. Ein Beispiel hierfür ist Tolkiens Verwendung von Zahlen, welche nicht immer willkürlich von ihm ausgewählt wurden, sondern auf weitere bedeutungsträchtige Geschichten verweisen.

Interessierte Entdecker mögen mit diesem Buch neue Pfade nach Mittelerde finden und einigen dieser Rätsel und Andeutungen auf die Spur kommen.

Völlig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. Mit einem Vorwort von Frank Weinreich.

160 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-939556-32-9 – Versandkostenfrei bestellen


Oliver Bidlo, Julian Eilmann, Frank Weinreich (Hrsg.)

Zwischen den Spiegeln

Neue Perspektiven auf die Phantastik

Spiegel reflektieren etwas. Aber das, was gespiegelt wird, ist mehr und anders, als der oberflächliche erste Eindruck nahelegt. So wie Alice im Wunderland, wandern auch die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes durch die Gefilde der Phantastik und gelangen zu neuen Perspektiven und Reflexionen auf vermeintlich Bekanntes. Hierbei reichen die Themen und Fragestellungen von den Verbindungen zwischen Tolkiens Werk und der antiken Tragödie, dem Jugendstil, den Drachen, Runen, Religion, Moral und der Musik in Mittelerde bis hin zu Harry Potter und der Entwicklung der modernen Fantasy.Die einzelnen Beiträge und der Umschlag wurden illustriert von der Künstlerin Anke Eissmann.

184 Seiten, 15,- Euro, ISBN 978-3-939556-24-4 – Versandkostenfrei bestellen


Friedhelm Schneidewind

Mein Mittelerde

Artikel und Essays zu Tolkien und seinem Werk

Texte zu Tolkien und seinem Werk, die Friedhelm Schneidewind, Fachmann für Mythologie und Phantastik, in den letzten Jahren für verschiedene Sammel- und Tagungsbände verfasst hat. Der »deutsche Tolkien-Experte« (Radio Europa 2002), Biologe und Autor von »Das große Tolkien-Lexikon«, »Mythologie und phantastische Literatur«, »Drachen. Das Schmöker-Lexikon« und einem Dutzend weiterer Bücher, erläutert hier u. a. die Biologie, Genetik und Evolution sowie Langlebigkeit, Unsterblichkeit und Wiedergeburt in Mittelerde, vergleicht die Gewaltdarstellung bei Tolkien mit zeitgenössischen Gewalt- und Aggressionstheorien, widerlegt den Rassismusvorwurf gegenüber Tolkien, stellt eine prototypische Drachengeschichte von Tolkien vor, erklärt die Funktionsweise von Magie, lüftet das Geheimnis der letzten, der Nibel-Orks und macht sich Gedanken über den Zusammenhang von Genie und Wahnsinn.

»Schneidewind ist ein ausgewiesener Experte, schreibt aber dabei recht unterhaltsam« (SF-Netzwerk 2008), und so »…gelingt es ihm, seine Schlüsse in einem angenehmen Schreibstil und gut nachvollziehbar zu vermitteln« (LARPzeit #23, 2009).

160 Seiten, 15,- Euro, ISBN 978-3-939556-25-1 – Versandkostenfrei bestellen


Friedhelm Schneidewind

Mythologie und phantastische Literatur

Die Kunst des Schreibens besteht zu einem nicht unerheblichen Teil darin, Ideen und Motive neu zu verbinden und darzustellen. Was immer man genau unter phantastischer Literatur und Fantasy versteht, eines zeichnet diese stets aus: So gut wie immer finden wir darin Topoi oder Motive aus älteren Mythen. Dieses Buch ermöglicht, solche in ihre literarische, mythologische und Wirkungsgeschichte einzuordnen. Es zeigt Parallelen zu anderen Werken und an ausgewählten Beispielen, wie sich ursprünglich mythologische und/oder legendäre Topoi oder Motive in literarische oder filmische verwandeln, manchmal bis fast zur Unkenntlichkeit verfremdet werden und wie sie dabei ihre Bedeutung verlieren oder verändern können. So lassen sich Anspielungen und Andeutungen besser verstehen und das »Spiel im Text« genießen. Aktives Lesen oder Schauen wird möglich, und die »Tertiärschöpfung« kann gelingen: eine echte »Nachschöpfung«, die Drittschöpfung im eigenen Kopf. Durch das ausführliche Register und das umfangreiche Verzeichnis der erwähnten Literatur kann das Buch auch als Nachschlagewerk genutzt werden.

Der Autor „zeigt auf, welche Verbindungen zur modernen Fantasy bestehen, aber auch, welchem Bedeutungswandel manche der Motive im Laufe der zeit unterlagen. Seine Thesen untermauert er mit umfangreichen Textauszügen und anschaulichen Illustrationen. Dabei gelingt es ihm, seine Schlüsse in einem angenehmen Schreibstil und gut nachvollziehbar zu vermitteln. Bei seiner Reise durch die mythologischen und phantastischen Welten der Menschheitsgeschichte erläutert der Autor nicht nur die einzelnen Mythen, sondern liefert auch zahlreiche Beispiele und Verweise. Er stellt sowohl Bezüge zu Klassikern wie Der Herr der Ringe oder den Horrorgeschichten Lovecrafts her als auch zu aktuellen Phänomenen wie Harry Potter. Ein ausführliches Register und ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Literatur runden das Buch ab. Ein tolles Buch für alle, die sich für die Ursprünge der Fantasyliteratur interessieren.“ Aus: LARPzeit Nr. 23, März/April/Mai 2009, Karsten Dombrowski

180 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-939556-04-6 – Versandkostenfrei bestellen


Frank Weinreich

Fantasy. Einführung

Der Erfolg von Büchern und Verfilmungen wie Der Herr der Ringe und Harry Potter oder der eines phantastischen Piratenepos wie Fluch der Karibik und einer Computerspielwelt wie World of Warcraft zeigt: das Genre Fantasy erfreut sich quer durch die Bevölkerung allergrößter Beliebtheit. Doch was ist Fantasy überhaupt? Wichtiger noch, was macht die Attraktivität von Fantasy aus? Und was hat man davon, wenn man sich den oft mehrere tausend Seiten umfassenden Werken des Genres widmet? Diesen Fragen geht Fantasy. Einführung erstmals aus der Sicht von Literatur-, Kommunikationstheorie, Psychologie und Philosophie nach. Es zeigt Geschichte, Struktur, Wesen und die Mannigfaltigkeit der Motive und Einsichten der Werke auf, die ihr Publikum in die imaginären Welten von Abenteuer und Magie entführen und weist dabei nach, dass Fantasy sehr viel mehr als ’nur‘ gute Unterhaltung darstellt.

164 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3-939556-03-9 – Versandkostenfrei bestellen 

Inhalt_Fantasy_Einführung.pdf