Friedhelm Schneidewind

Friedhelm Schneidewind

Mein Mittelerde

Artikel und Essays zu Tolkien und seinem Werk

Texte zu Tolkien und seinem Werk, die Friedhelm Schneidewind, Fachmann für Mythologie und Phantastik, in den letzten Jahren für verschiedene Sammel- und Tagungsbände verfasst hat. Der »deutsche Tolkien-Experte« (Radio Europa 2002), Biologe und Autor von »Das große Tolkien-Lexikon«, »Mythologie und phantastische Literatur«, »Drachen. Das Schmöker-Lexikon« und einem Dutzend weiterer Bücher, erläutert hier u. a. die Biologie, Genetik und Evolution sowie Langlebigkeit, Unsterblichkeit und Wiedergeburt in Mittelerde, vergleicht die Gewaltdarstellung bei Tolkien mit zeitgenössischen Gewalt- und Aggressionstheorien, widerlegt den Rassismusvorwurf gegenüber Tolkien, stellt eine prototypische Drachengeschichte von Tolkien vor, erklärt die Funktionsweise von Magie, lüftet das Geheimnis der letzten, der Nibel-Orks und macht sich Gedanken über den Zusammenhang von Genie und Wahnsinn.

»Schneidewind ist ein ausgewiesener Experte, schreibt aber dabei recht unterhaltsam« (SF-Netzwerk 2008), und so »…gelingt es ihm, seine Schlüsse in einem angenehmen Schreibstil und gut nachvollziehbar zu vermitteln« (LARPzeit #23, 2009).

160 Seiten, 15,- Euro, ISBN 978-3-939556-25-1 – versandkostenfrei bestellen


Friedhelm Schneidewind

Mythologie und phantastische Literatur

Die Kunst des Schreibens besteht zu einem nicht unerheblichen Teil darin, Ideen und Motive neu zu verbinden und darzustellen. Was immer man genau unter phantastischer Literatur und Fantasy versteht, eines zeichnet diese stets aus: So gut wie immer finden wir darin Topoi oder Motive aus älteren Mythen. Dieses Buch ermöglicht, solche in ihre literarische, mythologische und Wirkungsgeschichte einzuordnen. Es zeigt Parallelen zu anderen Werken und an ausgewählten Beispielen, wie sich ursprünglich mythologische und/oder legendäre Topoi oder Motive in literarische oder filmische verwandeln, manchmal bis fast zur Unkenntlichkeit verfremdet werden und wie sie dabei ihre Bedeutung verlieren oder verändern können. So lassen sich Anspielungen und Andeutungen besser verstehen und das »Spiel im Text« genießen. Aktives Lesen oder Schauen wird möglich, und die »Tertiärschöpfung« kann gelingen: eine echte »Nachschöpfung«, die Drittschöpfung im eigenen Kopf. Durch das ausführliche Register und das umfangreiche Verzeichnis der erwähnten Literatur kann das Buch auch als Nachschlagewerk genutzt werden.

Der Autor „zeigt auf, welche Verbindungen zur modernen Fantasy bestehen, aber auch, welchem Bedeutungswandel manche der Motive im Laufe der zeit unterlagen. Seine Thesen untermauert er mit umfangreichen Textauszügen und anschaulichen Illustrationen. Dabei gelingt es ihm, seine Schlüsse in einem angenehmen Schreibstil und gut nachvollziehbar zu vermitteln. Bei seiner Reise durch die mythologischen und phantastischen Welten der Menschheitsgeschichte erläutert der Autor nicht nur die einzelnen Mythen, sondern liefert auch zahlreiche Beispiele und Verweise. Er stellt sowohl Bezüge zu Klassikern wie Der Herr der Ringe oder den Horrorgeschichten Lovecrafts her als auch zu aktuellen Phänomenen wie Harry Potter. Ein ausführliches Register und ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Literatur runden das Buch ab. Ein tolles Buch für alle, die sich für die Ursprünge der Fantasyliteratur interessieren.“ Aus: LARPzeit Nr. 23, März/April/Mai 2009, Karsten Dombrowski

180 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-939556-04-6 – versandkostenfrei bestellen